Was ist eine Knochendichte-Messung (Osteodensitometrie)?
Diese Untersuchung misst den Mineralsalzgehalt des Knochens. Der Begriff Osteo-Densitometrie leitet sich teils aus dem Griechischen, teils aus dem Lateinischen ab.
Die griechischen Wortteile "osteo" und "metrie" können mit Knochen und Messung übersetzt werden. "Densus" ist der lateinische Wortteil und bedeutet dicht.
Wie funktioniert die Messung?
Es gibt mehrere Verfahren, um die Knochendichte zu bestimmen. Die meisten beruhen auf der Abschwächung des Röntgenstrahls durch den Knochen.
Dabei werden zwei schwache Röntgenstrahlen durch die Knochen am Oberschenkel oder an der Lendenwirbelsäule geschickt. Je nach Knochendichte wird die
Intensität der Röntgenstrahlen stärker oder geringer abgeschwächt und diese Abschwächung ist messbar. Ausschlaggebend ist der sogenannte T-Wert.
Er gibt an, ob und wie weit der Messwert von der mittleren Knochendichte eines gesunden 30-Jährigen abweicht.

==> 3-dimensionale Bälkchenstruktur des Knochens
Hierauf ist sehr schön zu erkennen, wie die ursprünglich sehr dicken Bälkchen (roter Pfeil) immer dünner (gelber Pfeil) und schließlich ganz dünn (grüner Pfeil) werden,
bis sie letztlich durchbrechen (türkise Pfeile) und am Ende bis auf kleine Reststümpfe verschwunden sind (weiße Pfeile).
Wozu dient sie?
Diese Untersuchung wird vor allem bei Verdacht auf Osteoporose durchgeführt. Osteoporose ist eine Verminderung der Knochenmasse und -stabilität.
Besonders in folgenden Fällen wird eine Knochendichte-Messung veranlasst:
- bei deutlichen Osteoporose-Beschwerden, wie Knochenschmerzen, Rundrücken, gehäuften Knochenbrüchen
- bei deutlichen Beschwerden von Männern mit erhöhtem Osteoporose-Risiko (ein solches besteht z.B. bei Alkohol- und / oder Nikotinmissbrauch, gehäufter Osteoporose in der Familie, Diabetikern oder Mangelernährung)
- bei Frauen nach der Menopause mit erhöhtem Osteoporose-Risiko
- zur Verlaufskontrolle der Osteoporose und / oder zur Therapiekontrolle
- bei Verdacht auf Osteomalazie (dabei handelt es sich um eine Verminderung der Knochendichte aufgrund eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in die Knochen)
Seit dem 1. April 2000 wird die Knochendichtemessung von den gesetzlichen Krankenkassen erst dann vergütet, wenn mindestens ein osteoporotisch bedingter Knochenbruch vorliegt.
Zur Diagnose der Osteoporose wird die Knochendichte von Oberschenkelhals oder Lendenwirbelsäule gemessen. Die Untersuchung dauert etwa 10 -15 Minuten.
Das Knochendichtemessgerät arbeitet nach der WHO empfohlenen "Goldstandard" DXA-Methode (Dual-Röntgen-Absorptiometrie).
- fortschrittliche Technologie: axiale Messung nach "Goldstandard"
- Bestimmung des Fraktur-Risikos: Messung der Knochenmineraldichte in g/cm2 und Klassifizierung nach WHO-Kriterien
- Präzision und Genauigkeit: lasergesteuerte One-Scan-Technologie für Femur und Lendenwirbelsäule
- schnelle Messung: Messzeit pro Messung (Femur und Lendenwirbelsäule) 2,5 Minuten
- umfangreicher Bericht: detaillierte Aussagen über die Messergebnisse an den Messorten sowie Vergleich mit Referenz-Daten
- einfache Bedienung: benutzerfreundliche Software
Wie häufig sollte die Messung erfolgen?
Diese Untersuchung sollte je nach Schweregrad jährlich durchgeführt werden.
"... Knochen ist nicht gleich Knochen!"
Knochen besteht generell aus zwei völlig unterschiedlichen Bausteinen: einem komplexen 3-dimensionalen Netzwerk aus Knochenbälkchen (vergleichbar etwa dem Eiffelturm),
dem sog. trabekulären Knochen und aus einem diesen umhüllenden kompakten Knochen (der wie eine Art Panzer das komplexe Innere umgibt oder schützt), dem sog. kortikalen Knochen.
Hier sieht man anschaulich diese beiden Knochenbausteine, das hochkomplexe 3-dimensionale Bälkchennetzwerk innen (grüne Pfeile) und außen den umhüllenden kompakten Knochen
(gelber und blauer Pfeil).
Wie werden die Untersuchungsergebnisse ausgewertet?
Die Messwerte werden als sogenannte T- und/oder Z-Werte angegeben.
Einteilung anhand des T-Wertes (angegeben als Abweichung vom Normwert):
- > -1: normales Ergebnis
- > -2,5: Osteopenie (Knochenarmut)
- < -2,5: Osteoporose (Knochenschwund)
- < -2,5 und typische Knochenbrüche: schwere Osteoporose
Der Z-Wert gibt an, ob der Knochenabbau über den dem Alter entsprechenden Normalwert hinausgeht.